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"In Gesprächen mit Bürgern aus anderen Bundesländern hat man die Ortstafeldiskussion in Kärnten oft mit Nationalismus gleichgesetzt, ohne sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei hat kein anderes Bundesland so eine leidvolle Geschichte zu ertragen gehabt, aber auch so viel Treue gegenüber Österreich und Patriotismus gezeigt. Kärnten ist geprägt von unterschiedlichen Menschen und Kulturen, aber auch von unglaublich viel Heimatliebe und Heimatstolz", stellte heute BZÖ-Bündnisobmann Klubobmann Josef Bucher im Rahmen der Diskussion über die Beschlussfassung der Ortstafel-Lösung fest.
Bucher betonte, dass der Streit um zweisprachige Ortstafeln seit Jahren nicht im Alltagsleben vorkomme. "Die Bevölkerung im zweisprachigen Gebiet lebt längst miteinander und nicht nebeneinander. Jetzt hat man in einem mühevollen Prozess zueinander gefunden, obwohl man 2006 einer Lösung bereits sehr nahe war. Die SPÖ hat damals aus parteipolitischen Überlegungen der Mut verlassen. Hätte die SPÖ damals zugestimmt, gäbe es schon seit fünf Jahren eine Lösung", erörterte der BZÖ-Chef.
"Kärnten ist schon sehr lange ein modernes und vielfältiges Land, in dem Tradition und Brauchtum ein wichtiger Bestandteil sind. Das ist nichts Schlechtes und kein Kleingeist, sondern Heimatliebe. Kärnten ist ein tolles Urlaubsland, besitzt eine zukunftsweisende Wirtschaft und hat viel Zukunftstechnologie zu bieten, dank fleißiger Arbeitnehmer und tüchtiger Unternehmer. Es ist im Interesse des BZÖ, das von Medien oft falsch gezeichnete Bild Kärntens zurechtzurücken. Das BZÖ ist daher aus staatspolitischer Verantwortung für diesen Kompromiss. Wir wollen kein politisches Kleingeld wechseln. Die Menschen haben sich Ruhe und eine Zuwendung zu den wirklichen Herausforderungen verdient", so Bucher weiter.
Der BZÖ-Bündnisobmann zollte Staatssekretär Josef Ostermayer, der die BZÖ-Vorschläge in den Kompromiss einfließen habe lassen, Anerkennung. Kritik übte Bucher am unwürdigen Verhalten des Herrn Inzko. "Man erwartet sich von einem Diplomat mehr Verantwortung und Treue zu dem, was man paktiert hat."
"Nach dem heutigen Beschluss ist es notwendig, sich umso mehr der zukünftigen Weiterentwicklung Kärntens, insbesondere was Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand der Menschen betrifft, zu widmen", sagte Bucher.