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BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher wird in der morgigen Sondersitzung des Nationalrates einen U-Ausschuss zur Aufklärung der derzeit im Raum stehenden Korruptionsaffären beantragen. "Es ist höchste Zeit für Aufklärung. Alle Vorwürfe müssen schonungslos untersucht werden. Das BZÖ steht für völlige Aufklärung, völlig unabhängig von Parteizugehörigkeit, Ansehen oder Funktion der jeweiligen Person. Wir brauchen endlich eine Aktion "Mani pulite" in Österreich. Die Politik muss vom üblen Geruch der Korruption befreit und korrupte Politiker mit voller Härte bestraft werden", so Bucher.
Bucher kritisiert, dass weder ÖVP, SPÖ oder Grüne der Einladung des BZÖ gefolgt sind, sich gemeinsam auf einen Antrag zu verständigen, um sofort mit der Aufklärung beginnen zu können. Der BZÖ-Chef verlangt die sofortige Einrichtung eines U-Ausschusses, denn auch wenn nächstes Jahr eventuell der Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft vorliege, könnten sich die Beschuldigten weiterhin der Aussage entziehen, es ändere sich also nichts. "Außerdem bestreiten ja alle Beteiligten die Vorwürfe, werden also größtes Interesse daran haben, ihre angebliche Unschuld auch vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss darzulegen. Aufklärung an den Aufklärungswillen der eventuellen Täter zu klären, ist generell absurd. Es besteht der begründete Verdacht, dass gerade ÖVP und SPÖ keinerlei Willen auf eine umfassende Untersuchung haben und nur auf Zeit spielen. Gerade ÖVP-Obmann Spindelegger ist gefordert, hier dem Beispiel des BZÖ zu folgen und endlich für eine anständige Position seiner Partei zu sorgen. Die morgige Abstimmung wird jedenfalls eine Nagelprobe für die Regierung ob sie Korruption deckt oder wie das BZÖ für Aufklärung steht", bekräftigt Bucher.