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Das BZÖ spricht sich klar gegen die geplante europäische Wirtschaftsregierung und gegen die Einführung der geplanten Eurobonds aus. BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher tritt gegen einen europäischen Zentralstaat ein, denn „ich will nicht haben, dass Österreich nicht mehr selbst bestimmen kann, wie sich bei uns die Löhne entwickeln, wie bei uns die Steuerquote auszusehen hat. Außerdem hat EU-Ratspräsident Van Rompuy bis jetzt eine so traurige Figur gemacht, dass eine Ausweitung seiner Kompetenzen ein gefährlicher Anschlag auf die europäische Idee wäre“. Der BZÖ-Chef tritt durchaus für eine bessere und effizientere Kontrolle der Eurostaaten ein; wie notwendig das sei zeige das Beispiel Griechenland täglich, aber dies dürfe keine Zentralregierung bedeuten.
„Es ist absurd, jetzt darüber nachzudenken, in Richtung einer Transferunion zu gehen. Da werden die Bürger nicht mitmachen. Es versteht doch niemand in Österreich, dass die rechtschaffenen, leistungsorientierten Menschen jeden Tag hart arbeiten, Steuern zahlen, damit unser Geld in Griechenland irgendwo in einem Fass ohne Boden versickert“, so der BZÖ-Chef.
Auch die Einführung von Eurobonds lehnt der BZÖ-Chef kategorisch ab. „Diese Eurobonds sind in Wahrheit nichts anderes als „Euro-bombs“, die die Union und die wirtschaftlich noch halbwegs stabilen Länder mit in die Luft sprengen." Die Einführung der Eurobonds würde Österreich mit mindestens zwei Milliarden Euro zusätzlichen Zinsen pro Jahr belasten. Das entspricht in etwa dem Betrag, den Österreich derzeit jährlich insgesamt an die EU überweist. Zusätzlich würden bei einem Anstieg der Staatsrenditen auch die Finanzierungskosten für Unternehmen steigen. Investoren dürften höhere finanzielle Risiken durch die Gemeinschaftshaftung einpreisen, zudem würden die Standortbedingungen durch steigende Steuern belastet.
Bucher warnt davor, dass durch die leichtere Kreditaufnahme für die Pleitestaaten auch der Reformdruck in den Ländern wieder sinken würde und weitere Schulden aufgenommen würden, wenn dies wieder finanziell leichter möglich sei. "Mit Eurobonds werden mehr Schulden gemacht, als ohne. Dies erhöht den Marktzins und das Risiko einer Eurolandpleite, die dann auch Österreich voll treffen würde, wenn wir gemeinschaftlich haften." Dieses Risiko sei noch bedrohlicher als die errechneten Mehrkosten in Milliardenhöhe. Das ist absolut abzulehnen und reiner "Zinssozialismus".