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"Wir müssen in Zukunft verhindern, dass sich Erwachsene an Kindern vergreifen", erklärte BZÖ-Bündnis- und Klubobmann Josef Bucher in einer Pressekonferenz und kündigte an, das BZÖ-Kinderschutzpaket noch einmal im Plenum einzubringen. Schon vor fast einem Jahr wurde der umfassende Antrag des BZÖ, der härtere Strafen bei Kindesmissbrauch vorsieht, von SPÖ, ÖVP und den Grünen abgelehnt. Während Rot und Grün mittlerweile offenbar einlenken, "muss ich bedauern, dass das Einsehen der ÖVP nicht soweit reicht, um neue Regelungen durchzusetzen", kritisierte Bucher.
"Die Opfer haben die Verletzungen an ihrer Seele ein Leben lang zu tragen. Der Mord an Seelen darf nicht verjähren!", mahnte Bucher. Er forderte einen "Runden Tisch" nach deutschem Vorbild, an dem die Klubobleute, Vertreter der Kirchen sowie der Opfer teilnehmen sollten.
Bei einer Dunkelziffer von rund 20.000 Fällen von Kindesmissbrauch pro Jahr müssten rasch klare Regeln geschaffen werden, so Bucher. "Wir wollen Vorreiter in Europa sein!" Justizministerin Karl dürfe nicht warten, bis auf europäischer Ebene einheitliche Regelungen geschaffen werden.
Im Kern umfasst das BZÖ-Kinderschutzpaket fünf Bereiche, erläuterte der BZÖ-Chef. Neben einer Verdoppelung der Strafrahmen bei sexuellem Missbrauch wird auch eine verpflichtende lebenslange Haftstrafe bei Missbrauch mit Todesfolge gefordert. Künftig sollte es auch keine bedingten Entlassungen von Sexualstraftätern geben, aber eine Anzeigepflicht bei Missbrauchsfällen. Zusätzlich verlangte Bucher die Einrichtung von Kinderschutzzonen wie etwa im Umkreis von Kindergärten oder Schulen in denen sich frühere Täter nicht aufhalten dürfen.